Lengenfeld

LengenfeldLengenfeld (481, ü. NN.), ein ländlich geprägter Ort, im Tal der Schwarzen Laaber, liegt am Fuße des 621 m hohen Burgberges, direkt an der Bundesautobahn Nürnberg Regensburg, Ausfahrt Velburg - Lengenfeld. Politisch gehört der Ort mit seinem früheren Gemeindegebiet zur Stadt Velburg im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz.

Geschichte
Der Ortsname verrät, dass bei einem Ort ein langes Feld gewesen sein muß, auf dem in fränkischer Zeit sich die Krieger versam- melten, wenn es im Frühjahr in den Krieg ging oder im Herbst der Feldzug zu Ende war. Dabei fand jedesmal ein Vorbeiritt, also eine Truppenparade statt. Darauf geht wahrscheinlich der Martinspferdeumritt zurück, der vor Jahren mit einer Pferde- und Viehsegnung verbunden war. (Dieser Martiniritt wird seit einigen Jahren wieder regelmäßig durchgeführt.) Lengenfeld lag an einer Frankenstraße vom Königshof Lauterhofen nach See, das damals Martinessee hieß, nach Deuerling und zum Herzogshof Regensburg. Zu beachten ist auch das Patrozinium der Lengenfelder Kirche mit dem Frankenheiligen Martinus.

Das Dorf Lengenfeld gehörte zur Herrschaft Helfenberg, hatte im Ort aber selbst einen Edelsitz. Schon 1196 werden im Kloster Ensdorf ein Heinrich und Sigfrid von Lengenvelt genannt. 1240 hören wir unter den hohenfelsischen Dienstleuten von einem Plebanus (Pfarrer) von Lengenvelt, aber nicht mehr von dem Geschlecht der Lengenfelder. Dafür werden nun die Herren von Buch (= Mendorferbuch) seit 1290 auf dem Sitz in Lengenfeld in den Urkunden genannt. Diesen folgen in den nächsten 400 Jahren nicht weniger als 17 weitere Geschlechter. Schließlich verkaufte 1691 ein Herr von Hallerstein das Landsassengut Lengenfeld an den Grafen von Tilly. Bis dahin amtierten die Pfleger und Gerichtsschreiber der Tillyherrschaft im Schloss Helfenberg (s.d.), jetzt erhielten sie den 'Sitz' in Lengenfeld zugewiesen. Einer der Pfleger soll genannt werden, Johann Panzer, der Begründer des Wallfahrtskirchleins auf dem Habsberg. Ihm ließ die Muttergottes Hilfe in seinem Leiden zukommen. Das Votivbild Panzer steht heute noch auf dem Habsberg.

Unter Häusern in Legenfeld gibt es unterirdische Gänge, sog. Zwerglöcher oder Schrazellöcher.