Günching
Günching

Pfarrkirche Günching

"Zu unserer Lieben Frau Maria Verkündigung"

Hochaltarblatt Als Baujahr der Pfarrkirche “Zu unserer Lieben Frau Maria Verkündigung” in Günching
wird unterschiedlich 1713 bzw. 1716 genannt. Einer seiner ersten Aufträge führte den jungen Cosmas Damian Asam 1716 nach Günching. Er malte die Deckenfresken: Szenen aus dem Leben Christi.

Sie wurden später von dem Künstler Georg Lang übermalt: im Chor Geburt Christi, im Langhaus Auferstehung Christi und Himmelfahrt Mariens, von Medaillons der vier Evangelisten umgeben. Von Cosmas Damian Asam stammt aus gleicher Zeit auch das Hochaltarblatt, das die “Verkündigung an Maria” zeigt.

Dem Eintretenden offenbart sich das Innere in festlichem Glanz. Trotz des stattlichen Raumvolumens empfindet der Besucher eine andachtsvolle, angenehme Stimmung, zu der auch die in leichten Pastellfarben gestalteten Wände beitragen. Regie im Raum führt das Licht, das warm durch die hochangesetzten Rundbogenfenster hereinflutet. Blitzend reflektieren dazwischen die vergoldeten Elemente der Barockausstattung die Sonnenstrahlen. Der Kirchenraum besteht aus einem dreijochigen Saal, der an seinen Längsseiten eine bewegt ausspringende Grundrißführung mittels tief hereintretenden toskanischen Wandpfeilern aufweist. Die Wandpfeilerarkaden bilden geräumige Beichtstuhlnischen. Als statische Glieder tragen die Wandpfeiler die mächtigen weitgespannten Stichkappentonnen (querachsiges Gewölbesystem) und dienen mit ihren bandartigen Quertonnen zugleich als Widerlager für den Gewölbeschub. Der zweijochige, leicht erhöht liegende Chor endet in dreiseitigem Schluß und ist gegenüber dem Hauptraum eingezogen.

Der schwerplastisch und wirkungsvoll in Szene gesetzte Hochaltar stellt eine Zweisäulenretabel (Altaraufsatz) dar. Akanthusumrankte gedrehte Säulen der kompositen Ordnung tragen den gesprengten und verkröpften Giebel. Auf den nach außen gedrehten Giebelschenkeln liegen graziöse Engelsgestalten. Ganz oben, in den 'caela spiritualia', den geistigen Sphären, ist innerhalb eines Medaillons des Altaraufzuges Gottvater mit weit ausgebreiteten Armen über einer Wolke zu sehen.

Der Tabernakel ist Teil des Altares der früheren Schlosskapelle des Schlosses Helfenberg.

Im Jahre 1807 wurde der Altar der Schlosskapelle auseinandergerissen: der obere Altaraufbau mit dem Altarbild kam nach Lengenfeld, der Tabernakel nach Günching. Tabernakel nach Günching.

Innenraum Pfarrkirche Günching